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Weimarer Liszt-Studien 6

Musik als Bekenntnis: Christus-Oratorien im 19. Jahrhundert

Von Daniel Ortuño-Stühring
399 Seiten mit zahlr. Notenbeispielen. Gebunden.
ISBN 978–3–89007–343–9

Christus-Oratorien nehmen in der Geschichte der Gattung eine Sonderstellung ein. Sie konzentrieren sich auf die zentrale Gestalt des Christentums und streben eine musikalisch-religiöse Gesamtschau von der Geburt bis zur Himmelfahrt an. Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung stehen die Werke von Franz Liszt, Friedrich Kiel, Anton Rubinstein und Felix Draeseke. Sie nähert sich dem Phänomen der Christus-Oratorien sowohl mit Blick auf die Theologie- und Geistesgeschichte der Zeit als auch vor dem Hintergrund der lebhaft geführten Kontroverse um das Oratorium in Abgrenzung zur Oper. Seit Franz Liszt stellt sich die Frage, wie moderne religiöse Musik im Zeitalter des Wagnerismus beschaffen sein sollte, ohne epigonal zu sein. Unter diesem Aspekt gewinnt nicht nur sein Christus-Oratorium eine neue Dimension, sondern auch die Monumental-Konzeption eines Felix Draeseke.